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Transparente Gebührenermittlung im Kanalmanagement

Ein Vortrag von:
Detlef Weyand, Stadt Duisburg, Institut für Informatik, Stadt Duisburg
Dr. Joachim Thiel, CADMAP Consulting Ingenieurgesellschaft mbH, Essen
Bundesweit ist in den letzten Jahren ein deutlicher Anstieg der Gebühren für die Abwasserentsorgung zu verzeichnen. Insbesondere die aufgrund der Rechtsprechung erforderlich gewordene Trennung der Abwassergebührenermittlung nach Schmutz- und Niederschlagswasser empfinden viele Bürger als ungerecht. Deshalb ist eine transparente und nachvollziehbare Gebührenermittlung für deren Verständnis und Akzeptanz von entscheidender Bedeutung.
Während die Gebühr für das Schmutzwasser i.d.R. mit dem Wasserverbrauch gekoppelt ist, erfordert die Ermittlung der Niederschlagswassergebühr wegen ihrer Komplexität einen deutlich höheren Aufwand. Wesentliche Grundlage für die Gebührenermittlung ist für den einzelnen Bürger der Anteil seiner gebührenrelevanten Flächen der Flurstücke. Durch die Auswertung neuester Befliegungsdaten im Rahmen einer Versiegelungskartierung wird eine deutliche Verbesserung bezüglich der Aktualität und Genauigkeit dieser Informationen erreicht. In Verbindung mit weiteren Informationen der betroffenen Bürger entsteht eine gemeinsam abgestimmte und damit transparente Grundlage für eine verursachergerechte Gebührenermittlung.

Ziel ist u.a. die Erfassung und Pflege aller gebührenrelevanter Informationen mit Raumbezug in einer Anwendung unter Berücksichtigung der vorhandenen Rahmenbedingungen. Wegen des engen Bezugs zu weiteren Daten des bei den Wirtschaftsbetrieben Duisburg eingesetzten Kanalmanagementsystem novaKANDIS der Firma CADMAP, Essen, wurde ein spezielles Modul "Gebührenverwaltung" in die bereits erfolgreich eingesetzte Produktpalette integriert. Die vorhandene Schnittstelle zum Automatisierten Liegenschaftsbuch (ALB) stellt sicher, das bei Veränderungen im Flurstücksbestand eine Aktualisierung der gebührenrelevanten Informationen im Modul "Gebührenverwaltung" erfolgen kann. Auch für die Übermittlung der für die Erstellung des Gebührenbescheids erforderlichen Informationen an das verantwortliche SAP-System stehen bidirektionale Schnittstellen zur Verfügung.
Die Integration weiterer gebührenrelevanter Informationen (Straßenreinigung, Winterdienst etc.) erhöht die Transparenz der Gebührenermittlung für alle Beteiligten und führt damit i.d.R. auch zu einer besseren Akzeptanz bei den Bürgern.



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